Medien & Qualität
Die Medienbranche nutzt das Attribut, um sich von der breiten Masse und seichten Inhalten abzugrenzen. Die Publizistik- und Kommunikationswissenschaft beschäftigt das Thema seit ihren Anfängen. Seit dem letzten Jahr erfährt der Begriff im Kontext der Frage einer angemessenen und
fairen Medienförderung neuerlich eine Hochkonjunktur. Sie ahnen es wohl: Die Rede ist von Qualität in Medien.
Tatsächlich ist die Frage, was denn nun unter Qualität zu subsummieren ist, keine einfach zu beantwortende. Insbesondere in Zeiten in denen das (jüngere) Publikum seine Nutzungsgewohnheiten radikal ändert und nach stetig aktualisierten, kompakten, digital verfügbaren Informationen sucht.
Mit Blick auf die Inhalte konnte sich die Forschung auf ein Bündel an Kernkriterien, was Qualität in Medien ausmacht, einigen: Richtigkeit, Transparenz, Vielfalt, Aktualität, Relevanz und Verständlichkeit gelten als Konsens.
Nichtsdestotrotz werden Inhalte nicht per se, sondern für die Rezipient*innen bereitgestellt. Die erhellendste Reportage, die eloquenteste Analyse im Podcast, der mitreißendste Film brauchen ein Publikum – das, im besten Falle, für die Nutzung auch bezahlt und/oder eine für Werbetreibende relevante Zielgruppe darstellt.